Tarifvertrag ig metall ankündigungsfrist kurzarbeit

Laufzeit: acht Monate, vom 1. Mai 2020 bis zum 31. Dezember 2020. Volkswagen und die IG Metall haben ihre Verhandlungen für die vom Tarifvertrag erfassten Mitarbeiter der Volkswagen AG erfolgreich abgeschlossen. Als Folge der Coronavirus-Krise fanden die Verhandlungen unter äußerst schwierigen Bedingungen statt. Die Parteien einigten sich darauf, dass der mit Wirkung zum 30. April 2020 gekündigte Tarifvertrag bis Ende Dezember 2020 ohne Erhöhungder der Gehaltstabellen in Kraft bleiben soll. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von acht Monaten. Darüber hinaus wurde eine Unterstützung für die Mitarbeiter vereinbart, damit sie ihren Alltag in der Coronavirus-Krise besser meistern können. Ferner wurde eine Einigung über die Verlängerung der seit 2019 geltenden Option zur Umwandlung zusätzlicher Vergütungen aus dem Tarifvertrag in sechs Tage bezahlten Urlaub erzielt. Künftig gilt die Option für Mitarbeiter, die sich um ein Kind unter 12 Jahren kümmern. Früher lag die Obergrenze bei 10 Jahren.

Im Jahr 2020 haben sich bereits 9.400 Eltern für den zusatzurlaub entschieden. Die Konversionsoption für Eltern und Pflegende Angehörige wird ebenfalls erweitert. Die Umstellung wird nun in bis zu fünf statt in zwei Jahren möglich sein. Darüber hinaus kamen die Parteien überein, Verhandlungen aufzunehmen, um die erfolgsabhängige Vergütungskomponente für arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die unter den Tarifvertrag fallen, bis zum 30. September 2020 umzugestalten. Darüber hinaus soll das mobile Arbeiten weiter vereinfacht werden. Bei Arbeitnehmern, die den Beginn und das Ende ihres Arbeitstages selbst bestimmen können, wird es künftig möglich sein, die Ruhezeit von 11 auf 9 Stunden zu reduzieren. So erhalten Eltern, die sich in der mobilen Arbeit engagieren, die Möglichkeit, ihre Arbeit am Abend zu unterbrechen, um sich um die Kinder zu kümmern und danach weiterhin E-Mails zu schreiben. Die verkürzte Ruhezeit wird später ausgeglichen. Arne Meiswinkel, Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG und Chefunterhändler des Unternehmens, sagt: „Die Coronavirus-Krise hat die Tarifvertragsparteien vor besondere Herausforderungen gestellt. Ziel der Verhandlungen war es, die Folgen für das Unternehmen und seine Mitarbeiter zu begrenzen und uns so effektiv wie möglich auf die Rückkehr zum normalen Geschäft vorzubereiten.

Die einzig angemessene Antwort war eine den aktuellen Umständen entsprechende Vereinbarung: kurzfristig und mit dem Ziel, unsere wichtigen Projekte in schwierigen Zeiten weiter voranzubringen und unseren Mitarbeitern pragmatische und praktische Lösungen zu bieten, damit sie diese Situation so effektiv wie möglich meistern können. Diese Ziele haben uns erreicht.“ Umfang: Der Tarifvertrag der Volkswagen AG gilt für knapp 120.000 Mitarbeiter in den Werken Wolfsburg, Braunschweig, Hannover, Salzgitter, Emden und Kassel sowie der Volkswagen Financial Services AG. Für den neuen befristeten gesetzlichen Anspruch auf Lohnersatz, der durch die Schließung von Schulen und Kindergärten in der Coronavirus-Krise entstanden ist, gewährt Volkswagen einen vom Ergebnis abhängigen Zuschuss, soweit dieser nicht mit der Entschädigung verrechnet wird.